++Startgeld Lausitz++ ++Praxis-Workshop TH Wildau++ ++Neue MBSE-Tool-Suite++ ++Embedded World 2026++ ++FIT-Rate & Temperatur++

News

26.09.2026

ISO 26262 vs. IEC 61508 – Was ist der Unterschied?

ISO 26262 und IEC 61508 werden häufig synonym verwendet – dabei unterscheiden sie sich in Geltungsbereich, Risikoklassifizierung und Arbeitsergebnissen deutlich. Ein Überblick für alle, die beide Normen im Projekt einordnen müssen.

Geltungsbereich

IEC 61508 ist die branchenübergreifende Basisnorm für die funktionale Sicherheit elektrischer, elektronischer und programmierbarer elektronischer (E/E/PE) Systeme – von der Prozessindustrie bis zur Fertigungsautomatisierung. ISO 26262 ist eine eigenständige, aus denselben Grundgedanken abgeleitete Norm speziell für E/E-Systeme in Serien-Straßenfahrzeugen.

Risikoklassifizierung

IEC 61508 klassifiziert Risiken in vier Safety Integrity Levels (SIL 1–4), u. a. über Risikographen oder LOPA ermittelt. ISO 26262 verwendet stattdessen vier Automotive Safety Integrity Levels (ASIL A–D, plus QM), ermittelt über Schadensschwere, Auftretenswahrscheinlichkeit und Beherrschbarkeit im Rahmen der Hazard Analysis and Risk Assessment (HARA).

Hardware-Kenngrößen

Beide Normen fordern quantitative Nachweise für die Hardware, nutzen aber teils unterschiedliche Kenngrößen: ISO 26262 arbeitet u. a. mit SPFM, LFM und PMHF, IEC 61508 mit Safe Failure Fraction (SFF) und Diagnostic Coverage. Wer Komponenten branchenübergreifend einsetzt, muss beide Kennzahlensysteme sauber gegenüberstellen.

Was das für Ihr Projekt bedeutet

Ein Produkt für den Automotive-Bereich wird in aller Regel nach ISO 26262 entwickelt, ein branchenübergreifend eingesetztes E/E/PE-System nach IEC 61508 oder einer sektorspezifischen Ableitung wie DIN EN ISO 13849 für die Maschinensicherheit. Wird eine Komponente in mehreren Branchen eingesetzt, lohnt sich frühzeitig eine Gegenüberstellung beider Rahmenwerke, um Doppelarbeit zu vermeiden.

Dennis Pockrandt

Dennis Pockrandt

Mitgründer & Geschäftsführer, Preventics

Fokus auf Funktionale Sicherheit, Cyber Security und CE-Compliance – dazu Lehrbeauftragter für Ingenieurinformatik an der HTW Berlin.

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Mehr zu Funktionaler Sicherheit.

02.09.2026

Preventics erhält Förderung: Startgeld Lausitz für den Aufbau unseres Ingenieurbüros

Förderplakat 'Unser Projekt wird von der EU gefördert' zum Startgeld Lausitz von Preventics, EFRE/JTF Brandenburg

Mit dem Startgeld Lausitz, gefördert aus EFRE-/JTF-Mitteln des Landes Brandenburg und kofinanziert von der Europäischen Union, bauen wir unser Ingenieurbüro für CE-Kennzeichnung, funktionale Sicherheit und Cybersecurity weiter aus.

Förderung

Preventics wird im Rahmen des Programms Startgeld Lausitz aus EFRE- und JTF-Mitteln des Landes Brandenburg gefördert, kofinanziert von der Europäischen Union.

Zielsetzung

Mit den Mitteln bauen wir ein Ingenieurbüro für CE-Kennzeichnung, funktionale Sicherheit und Cybersecurity auf, um Unternehmen bei der normgerechten Produktentwicklung zu unterstützen und neue Arbeitsplätze in der Lausitz zu schaffen.

Mehr Informationen

Details zum Förderprogramm unter efre.brandenburg.de und jtf.brandenburg.de.

Mehr zu unseren Kernthemen: CE-Kennzeichnung, Funktionale Sicherheit und Cyber Security.

20.08.2026

Praxis-Workshop zur neuen EU-Maschinenverordnung an der TH Wildau

Praxis-Workshop zur neuen EU-Maschinenverordnung (MVO) an der TH Wildau

Gemeinsam mit der TH Wildau haben wir einen Praxis-Workshop zur neuen EU-Maschinenverordnung (MVO) durchgeführt.

Inhalt

Praxis-Workshop zur neuen EU-Maschinenverordnung (MVO) gemeinsam mit der TH Wildau. Im Austausch mit den Teilnehmenden ging es konkret darum, was sich gegenüber der alten Maschinenrichtlinie ändert.

Zielsetzung

Den Teilnehmenden im direkten Austausch aufzeigen, was die MVO konkret für laufende Entwicklungsprojekte bedeutet – statt graue Theorie, praxisnah anhand echter Beispiele.

Feedback der Teilnehmer

Durchweg positiv: sehr informativ, gute Interaktion zwischen Dozent und Teilnehmern, die Beispiele waren greifbar und der Workshop insgesamt sehr praxisnah. Als Verbesserungswunsch kam auf, künftig noch tiefer in das Thema Funktionale Sicherheit einzusteigen.

Mehr zu CE-Kennzeichnung und Funktionaler Sicherheit.

12.07.2026

Neue Tool-Suite für MBSE (Model-Based Systems Engineering) in Entwicklung

ISO-26262-Prozessvorlage mit Aktivitäten des Sicherheitslebenszyklus in Enterprise Architect

Wir arbeiten aktuell an einer neuen Reihe eigener Tools rund um SysML und Enterprise Architect.

Inhalt

Eine neue Reihe eigener Tools rund um SysML und Enterprise Architect – von fertigen Prozessvorlagen für den Sicherheitslebenszyklus bis zu neuen Add-Ins.

Zielsetzung

Modellbasierte Systementwicklung (MBSE) für unsere Kunden noch durchgängiger gestalten und Modellierungsarbeit weiter automatisieren.

In Entwicklung

  • Simple Table: unser neues Open-Source-Add-In für Enterprise Architect – tabellarische Modellauswertung ganz ohne SQL, kostenlos auf GitHub verfügbar
  • X-PLAiN: ein neues, lokal laufendes Tool zur Unterstützung der Modellierungsarbeit – aktuell in der Alphaphase, wir suchen Testpartner

Mehr zu Systems Engineering.

10.03.2026

Embedded World 2026: FMEDA-Demonstrator im Gepäck

FMEDA-Demonstrator-Platine mit Preventics-Branding auf der Embedded World 2026

Auf der Embedded World 2026 hatten wir einen eigenen Demonstrator im Gepäck, der die FMEDA im Großformat zeigt.

Inhalt

Ein eigener Demonstrator, der die FMEDA – also die Ausfallratenberechnung elektronischer Bauelemente – im Großformat zeigt.

Kernaussage

Schon die Auswahl der richtigen Bauteile (maximale Spannungsfestigkeit, Temperaturbereich, Anzahl der Transistoren u. a.) verändert die FIT-Rate und damit die Ausfallrate der gesamten Schaltung – ganz ohne teurere Komponenten.

Mehr zu Funktionaler Sicherheit.

05.08.2026

Warum die Temperatur bei der Ausfallratenberechnung entscheidet

Handskizze der FIT-Raten-Kurven von Aluminium- und Tantal-Elektrolytkondensatoren über der Temperatur, Preventics-Notizbuch

Fast jedes Bauteil zeigt eine exponentielle Abhängigkeit von der Temperatur – wie stark, unterscheidet sich aber deutlich von Bauteil zu Bauteil.

Inhalt

Fast jedes Bauteil zeigt eine exponentielle Abhängigkeit von der Temperatur, mit einem steilen Anstieg gerade im oberen Temperaturbereich.

Erkenntnis

Auf Basis der SN 29500 (Siemens-Norm zur Ausfallratenberechnung) zeigt sich: Ein Aluminium-Elektrolytkondensator reagiert auf steigende Temperatur wesentlich empfindlicher als ein Tantal-Elektrolytkondensator.

Fazit

Deshalb lohnt es sich, das tatsächliche Temperaturprofil eines Systems genau zu bestimmen, statt mit groben Annahmen zu rechnen.

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