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ISO 26262 vs. IEC 61508 – Was ist der Unterschied?
ISO 26262 und IEC 61508 werden häufig synonym verwendet – dabei unterscheiden sie sich in Geltungsbereich, Risikoklassifizierung und Arbeitsergebnissen deutlich. Ein Überblick für alle, die beide Normen im Projekt einordnen müssen.
Geltungsbereich
IEC 61508 ist die branchenübergreifende Basisnorm für die funktionale Sicherheit elektrischer, elektronischer und programmierbarer elektronischer (E/E/PE) Systeme – von der Prozessindustrie bis zur Fertigungsautomatisierung. ISO 26262 ist eine eigenständige, aus denselben Grundgedanken abgeleitete Norm speziell für E/E-Systeme in Serien-Straßenfahrzeugen.
Risikoklassifizierung
IEC 61508 klassifiziert Risiken in vier Safety Integrity Levels (SIL 1–4), u. a. über Risikographen oder LOPA ermittelt. ISO 26262 verwendet stattdessen vier Automotive Safety Integrity Levels (ASIL A–D, plus QM), ermittelt über Schadensschwere, Auftretenswahrscheinlichkeit und Beherrschbarkeit im Rahmen der Hazard Analysis and Risk Assessment (HARA).
Hardware-Kenngrößen
Beide Normen fordern quantitative Nachweise für die Hardware, nutzen aber teils unterschiedliche Kenngrößen: ISO 26262 arbeitet u. a. mit SPFM, LFM und PMHF, IEC 61508 mit Safe Failure Fraction (SFF) und Diagnostic Coverage. Wer Komponenten branchenübergreifend einsetzt, muss beide Kennzahlensysteme sauber gegenüberstellen.
Was das für Ihr Projekt bedeutet
Ein Produkt für den Automotive-Bereich wird in aller Regel nach ISO 26262 entwickelt, ein branchenübergreifend eingesetztes E/E/PE-System nach IEC 61508 oder einer sektorspezifischen Ableitung wie DIN EN ISO 13849 für die Maschinensicherheit. Wird eine Komponente in mehreren Branchen eingesetzt, lohnt sich frühzeitig eine Gegenüberstellung beider Rahmenwerke, um Doppelarbeit zu vermeiden.
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Preventics erhält Förderung: Startgeld Lausitz für den Aufbau unseres Ingenieurbüros

Mit dem Startgeld Lausitz, gefördert aus EFRE-/JTF-Mitteln des Landes Brandenburg und kofinanziert von der Europäischen Union, bauen wir unser Ingenieurbüro für CE-Kennzeichnung, funktionale Sicherheit und Cybersecurity weiter aus.
Förderung
Preventics wird im Rahmen des Programms Startgeld Lausitz aus EFRE- und JTF-Mitteln des Landes Brandenburg gefördert, kofinanziert von der Europäischen Union.
Zielsetzung
Mit den Mitteln bauen wir ein Ingenieurbüro für CE-Kennzeichnung, funktionale Sicherheit und Cybersecurity auf, um Unternehmen bei der normgerechten Produktentwicklung zu unterstützen und neue Arbeitsplätze in der Lausitz zu schaffen.
Mehr Informationen
Details zum Förderprogramm unter efre.brandenburg.de und jtf.brandenburg.de.
Mehr zu unseren Kernthemen: CE-Kennzeichnung, Funktionale Sicherheit und Cyber Security.
Praxis-Workshop zur neuen EU-Maschinenverordnung an der TH Wildau

Gemeinsam mit der TH Wildau haben wir einen Praxis-Workshop zur neuen EU-Maschinenverordnung (MVO) durchgeführt.
Inhalt
Praxis-Workshop zur neuen EU-Maschinenverordnung (MVO) gemeinsam mit der TH Wildau. Im Austausch mit den Teilnehmenden ging es konkret darum, was sich gegenüber der alten Maschinenrichtlinie ändert.
Zielsetzung
Den Teilnehmenden im direkten Austausch aufzeigen, was die MVO konkret für laufende Entwicklungsprojekte bedeutet – statt graue Theorie, praxisnah anhand echter Beispiele.
Feedback der Teilnehmer
Durchweg positiv: sehr informativ, gute Interaktion zwischen Dozent und Teilnehmern, die Beispiele waren greifbar und der Workshop insgesamt sehr praxisnah. Als Verbesserungswunsch kam auf, künftig noch tiefer in das Thema Funktionale Sicherheit einzusteigen.
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Neue Tool-Suite für MBSE (Model-Based Systems Engineering) in Entwicklung

Wir arbeiten aktuell an einer neuen Reihe eigener Tools rund um SysML und Enterprise Architect.
Inhalt
Eine neue Reihe eigener Tools rund um SysML und Enterprise Architect – von fertigen Prozessvorlagen für den Sicherheitslebenszyklus bis zu neuen Add-Ins.
Zielsetzung
Modellbasierte Systementwicklung (MBSE) für unsere Kunden noch durchgängiger gestalten und Modellierungsarbeit weiter automatisieren.
In Entwicklung
- Simple Table: unser neues Open-Source-Add-In für Enterprise Architect – tabellarische Modellauswertung ganz ohne SQL, kostenlos auf GitHub verfügbar
- X-PLAiN: ein neues, lokal laufendes Tool zur Unterstützung der Modellierungsarbeit – aktuell in der Alphaphase, wir suchen Testpartner
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Embedded World 2026: FMEDA-Demonstrator im Gepäck

Auf der Embedded World 2026 hatten wir einen eigenen Demonstrator im Gepäck, der die FMEDA im Großformat zeigt.
Inhalt
Ein eigener Demonstrator, der die FMEDA – also die Ausfallratenberechnung elektronischer Bauelemente – im Großformat zeigt.
Kernaussage
Schon die Auswahl der richtigen Bauteile (maximale Spannungsfestigkeit, Temperaturbereich, Anzahl der Transistoren u. a.) verändert die FIT-Rate und damit die Ausfallrate der gesamten Schaltung – ganz ohne teurere Komponenten.
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Warum die Temperatur bei der Ausfallratenberechnung entscheidet

Fast jedes Bauteil zeigt eine exponentielle Abhängigkeit von der Temperatur – wie stark, unterscheidet sich aber deutlich von Bauteil zu Bauteil.
Inhalt
Fast jedes Bauteil zeigt eine exponentielle Abhängigkeit von der Temperatur, mit einem steilen Anstieg gerade im oberen Temperaturbereich.
Erkenntnis
Auf Basis der SN 29500 (Siemens-Norm zur Ausfallratenberechnung) zeigt sich: Ein Aluminium-Elektrolytkondensator reagiert auf steigende Temperatur wesentlich empfindlicher als ein Tantal-Elektrolytkondensator.
Fazit
Deshalb lohnt es sich, das tatsächliche Temperaturprofil eines Systems genau zu bestimmen, statt mit groben Annahmen zu rechnen.
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